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6 Gründe, warum Arbeitgeber auf sich aufmerksam machen sollten

Darum brauchen Unternehmen eine Employer Branding Strategie


„Employer Branding“ - mit dem Begriff wissen die einen noch gar nichts anzufangen. Andere sind eher skeptisch, welche Vorteile ihnen eine eigene Marke als Arbeitgeber bringt. In den Personalabteilungen größerer Unternehmen ist „EB“ aktuell eines der Hauptthemen. Denn die Suche nach qualifizierten Fachkräften gestaltet sich immer schwieriger, da Kandidaten nicht in der Quantität und Qualität vorhanden sind wie sie gebraucht werden. Automatisch steigt der Wert von qualifiziertem Personal. Unternehmen müssen sich etwas einfallen lassen, um es für sich zu gewinnen und zu begeistern. Was es zunächst braucht, ist eine neue Denkhaltung dazu. Die Zeit ist reif für neue Ansätze – kreative und manchmal auch mutige Ansätze.

1. Wandel im Markt: Vom Arbeitgeber- zum Arbeitnehmermarkt

Der Wandel im Arbeitsmarkt veranschaulicht eine deutliche Welle im Koordinatensystem. Noch vor rund 15 Jahren gab es ein Überangebot an Arbeitskräften. Die Arbeitslosenquote lag bei über 20 Prozent. 2005 gab es 4,86 Millionen Arbeitslose in Deutschland. Im Dezember 2018 war die Arbeitslosenzahl auf dem niedrigsten Stand seit 1991. Die Situation hat sich komplett gewandelt. Jetzt sprechen wir überwiegend von offenen Stellen, die einen Rekordwert aufweisen. Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften ist so hoch wie nie. Sie zu finden wird immer schwieriger. Der Status Quo zeigt einen Rollentausch auf. Arbeitnehmer können sich mittlerweile das Unternehmen aussuchen, das am besten zu ihnen passt. Sie schauen mittlerweile genau, was ihnen angeboten wird, wo und in welchem Umfeld sie arbeiten und wie das Unternehmen „tickt“. Es geht ihnen dabei um weit mehr als nur ein faires Gehalt. Es geht um ein gutes Arbeitsumfeld, um Perspektiven im Unternehmen, Weiterbildungsmöglichkeiten und um eine zu ihnen passende Unternehmenskultur. Szenarien zeigen auf, dass der wirtschaftliche Erfolg von Unternehmen maßgeblich von der Verfügbarkeit qualifizierter und motivierter Mitarbeiter abhängt.

2. Mit der Arbeitgebermarke neue Mitarbeiter gewinnen

Unternehmen müssen sich mittlerweile einiges einfallen lassen, um auf dem Arbeitsmarkt von sich und ihrer Attraktivität zu überzeugen. Ein positives Image zieht. Im ersten Schritt gilt es, seine Attraktivitätsfaktoren und Werte zu identifizieren. Dies sollte nicht von „oben“ erfolgen, sondern immer von den Mitarbeitern selber entwickelt werden. Nur so identifizieren sie sich mit den Werten und Attraktivitätsfaktoren. Im zweiten Schritt sollten diese transparent nach innen und außen kommuniziert werden. Das steigert nicht nur die Chance auf Bewerber, die zum Unternehmen passen, sondern trägt auch zur Mitarbeiterbindung bei.

3. Differenzierung von Wettbewerbern

Employer Branding ist das größte Differenzierungsmerkmal im Kampf um Fachkräfte und ist gerade für klein- und mittelständische Unternehmen mit geringerem Werbebudget von Vorteil. Wer sich als Arbeitgeber positioniert und seine Pluspunkte transparent nach außen trägt, macht den Unterschied zu jenen Unternehmen, die die gleiche Mitarbeiterzielgruppe ansprechen. Die Attraktivitätsmerkmale sollten dann natürlich als Basis auf der eigenen Karriere-Webseite und in den Stellenausschreibungen stehen. Sie sollten über alle dem Unternehmen zur Verfügung stehenden Kanäle kommuniziert werden.

4. Bestehende Mitarbeiter halten

Bestehende Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource im Unternehmen. Sie zu halten ist eine der wichtigsten Maßnahmen in der sich wandelnden Zeit mit vielen Möglichkeiten für Talente. Ein attraktiver Arbeitgeber legt viel Energie in die Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit. Das heißt im ersten Schritt herauszubekommen, was sie glücklich macht und wo es im Unternehmen noch Verbesserungsbedarf gibt. Bestenfalls sind die Mitarbeiter so überzeugt vom eigenen Arbeitgeber, dass sie selbst als Botschafter mögliche Kandidaten überzeugen. Das klappt aber nur, wenn sie sich mit der Arbeitgebermarke und den Werten sowie Produkten des Unternehmens identifizieren können. Die Identität eines Unternehmens umfasst insbesondere die Werte, Systeme, Strategien und Verhaltensweisen. Werden diese klar und transparent kommuniziert und (vor-)gelebt, fördert das das Wir-Gefühl und den Zusammenhalt untereinander. Mitarbeiter, die ihren Arbeitgeber attraktiv finden, die von der Führungskraft einbezogen werden und in einem bestimmten Rahmen mitbestimmen dürfen, fühlen sich eher verbunden. Sie kommen sogar gern zur Arbeit. Wer sich verbunden fühlt, ist weniger bereit zu einem anderen Arbeitgeber zu wechseln.

5. Steigerung der Leistungsbereitschaft und Motivation

Eine starke Arbeitgebermarke verschafft ein Gefühl von Zugehörigkeit. Auch die Leistungsbereitschaft kann durch Employer Branding gesteigert werden, besonders wenn sie wertebasiert ist. Werte geben Menschen Halt und Orientierung. Sie wirken wie Antreiber. Erfüllte Werte machen uns glücklich und erfolgreich. Das steigert die Motivation für die eigene Arbeit im Unternehmen.

6. Verringerung der Fluktuationsrate und des Krankenstandes

Wenn Personal ständig wechselt, kommt Unruhe ins Unternehmen und in Teams. Bestehende Mitarbeiter müssen die fehlende Kraft ersetzen, was auf Dauer zur Überforderung der Mitarbeiter führt, sie frustriert sind und sich selbst krank melden. Die Spirale dreht sich nach unten. Recruiting-Maßnahmen sind mit Kosten verbunden. Außerdem kostet es Zeit, bis die richtigen Kandidaten gefunden werden. Eine attraktive Arbeitgebermarke kann dagegen wirken und dies verhindern. Die Fluktuationsrate und die Krankmeldungen verringern sich in einem Unternehmen, in dem sich die Mitarbeiter wohl fühlen.

Wer als Unternehmen heute noch nicht verstanden, das seine Mitarbeiter die wichtigsten Erfolgsfaktoren im Unternehmen sind, wird im schlimmsten Fall morgen keine mehr haben, da sie zu anderen Firmen abwandern. Was dramatisch hier klingt, ist leider nicht übertrieben dargestellt. Bedauerlicherweise haben es bisher noch immer nicht alle Arbeitgeber verstanden, sich diesen Erfolgsfaktor zu erarbeiten.


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Ulrike Spaak

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