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BarCamp Unternehmenskultur

Erstes #Unternehmenskulturcamp in Sachsen-Anhalt zum Thema "Führen auf Augenhöhe" – mein Erfahrungsbericht.


Nein, es war nicht mein erstes Mal. Ich war bereits auf Barcamps. Doch dieses wurde unter das Thema Unternehmenskultur gestellt. Veranstaltet vom Weiterbildungscampus der Otto-von-Guericke-Universität und der Hochschule Magdeburg-Stendal sowie vom REFA Sachsen-Anhalt e.V.. Als Prozessbegleiterin und Trainerin für Kulturwandel hat mich das natürlich sofort getriggert. Ich meldete mich an mit dem festen Vorsatz, eine eigene Session zu leiten.

Was ist ein Barcamp?


Ein Barcamp ist keine Konferenz, wird sogar als „Unkonferenz“ bezeichnet. Die Themen stehen vorher nicht fest, ebenso wenig wie die Sprecher oder Session-Leiter. Alles läuft über Abstimmung – offen sichtbar per Handzeichen. Was spannend ist, kommt auf die Agenda. Am Ende steht ein Sessionplan mit ausgewählten Themen, zeitlich und räumlich disponiert. Einige Sessions finden parallel zur gleichen Zeit statt.


Bunt wie die Themen auf Barcamps, waren in Magdeburg die Teilnehmer. Von Personaler über Unternehmer, Geschäftsführer und Organisationsentwickler bis Berater waren von KMU bis Konzernebene alle vertreten. Wie immer auf Barcamps sorgt die Vorstellungsrunde für einen warmen Einstieg. Jeder Anwesende stellt sich mit fünf Begriffen vor: Namen, Firma und drei passenden Hashtags, die ihn beschreiben.


Ich: "Ulrike Spaak, Die Gefährtin #Kulturwandel #PositiveLeadership #Mitarbeiterbindung"



Keynote


Rund 60 Teilnehmer lauschten danach der Keynote von Adela Mahling. Sie stellte in 20 min das „SK-Prinzip“ – das systemische Konsensieren für tragfähige Lösungen für höhere Zufriedenheit bei der Entscheidungsfindung vor. Eine Keynote ist zwar auf Barcamps eher unüblich, war aber sehr interessant und kam bei allen gut an.



Die Sessions


Anschließend wurden die Session-Themen vorgeschlagen. Ich ging mit zwei Themen ins Rennen: „Kultur schlägt Kohle“ – Was Menschen im Unternehme hält. Stichwort: Mitarbeiterbindung. Die Firmenphilosophie ist wichtiger das Gehalt. Das zweite Thema hieß Entfaltung und Gestaltung – Was Mitarbeiter glücklich macht. Da ich nur ein Thema vorschlagen durfte und mich selbst nicht entscheiden konnte, ließ ich das Publikum abstimmen, die das erste Thema wählte. Ich freute mich über viele Teilnehmer und eine rege Beteiligung. Meine beiden Thesen und die daraus resultierenden Fragestellungen wurden mit Erfahrungen, Ansichten und konkreten Vorschlägen unterfütterten. Super spannend.


1. Mitarbeiter verlassen nicht das Unternehmen, sondern ihren Chef. (lt. Gallup-Studie) -> Welche Haltung braucht die Führung von morgen?

2. Die Hauptgründe, warum Mitarbeiter ihrem Arbeitgeber treu bleiben, sind: Zusammenhalt, Gemeinschaft und gelingende Beziehungen. (lt. Stepstone-Studie) -> Wie fördern wir gelingende Arbeitsbeziehungen?


Eine auch für mich inspirierende Session, die sich rund um Haltung und Beziehung drehte.




Titel & Themen

Auszug weiterer spannender Sessions auf dem Barcamp:


- Wie Visionsorientierung Gemeinsamkeit schafft

- Was ist ein guter Chef. Erfolgsfaktoren

- Unternehmenskultur & Motivation

- Wie etabliert man eine moderne Führungskultur

- Kultur schlägt Kohle – Firmenphilosophie ist wichtiger als Gehalt

- Unternehmenskultur analysieren

- Begeisterung schaffen – mit allen Sinnen lernen

- Wertschätzung im Alltag

- Veränderung leicht gestalten (Methode aus der Positiven Psychologie)

- Agile Führung im Mittelstand

- Methode „working out loud“



Und so läuft's ab


Eine Session dauert ca. 45 Minuten. In der Regel ist es kein Frontalvortrag, sondern sehr locker und individuell gestaltet. Sie startet mit einer Anregung, einem Input, einem Problem und leitet in einen Meinungs- und Erfahrungsaustausch über. Die Inhalte sind meist sehr lösungsorientiert und bringen viele Ideen hervor.

Die allgemeine DU-Kultur auf Barcamps sorgt für Lockerheit, Nähe und am Ende sogar ein Stück weit Vertrautheit. Unüblich und unbeliebt bei Barcamps ist die reine Frontbeschallung ebenso wie das Event als Verkaufsplattform von Produkten oder Dienstleistung zu nutzen. Es braucht immer einen Mehrwert.




Mein Fazit


Die Relevanz, sich mit der eigenen Unternehmenskultur zu beschäftigen, nimmt Branchen übergreifend zu. Wandel und Veränderungen sind an der Tagesordnung, nicht zuletzt durch die Arbeitswelt 4.0 und die Digitalisierung. Agilität und New Work werden salonfähig. Doch was bedeutet das konkret für das Unternehmen und für jeden einzelnen Mitarbeiter?

Die zentrale Fragestellung: Wie kann Veränderung begleitet werden und was braucht es, um Mitarbeiter mitnehmen?

Die "weichen" Faktoren und Soft Skills sind entscheidend. Sie entwickeln sich zukünftig in einer KI-Welt zu einem echten Wettbewerbsvorteil. Kultur entsteht durch Interaktion. Sie ist die Währung der neuen Arbeitswelt. Sie zieht Fachkräfte an oder stößt sie ab. Sie treibt Innovation an und verhindert sie. Sie sorgt für Mitarbeiterzufriedenheit oder Frust und Unmut. Sie verantwortet hohe Krankenstände und Fluktuation. Unternehmenskultur kann und muss gesteuert werden.



Zusammenfassend zum Format:


-> Barcamps sind wunderbar anders, erfrischend, inspirierend

-> Es braucht nur 1 Tag, über 15 spannende Themen und 60 Menschen, die für ein Thema brennen… und eine gute Moderatorin/einen Moderator, der charmant durch das Programm führt.

-> Ich bin sehr schnell mit vielen Menschen ins Gespräch gekommen

-> Jeder kann sich einbringen und z.B. eine Session leiten, wenn das Thema auch spannend für die Teilnehmer ist

-> allgemein ist ein Barcamp ganz wunderbar, um sich:

-> über Branchennews und aktuelle Entwicklungen zu informieren

-> sich als Experte zu positionieren

-> eigene Fragen zu stellen/Problemsituation anzusprechen

-> verschiedene Meinungen einzuholen

-> Best Practice vorzustellen

-> Ideen und Lösungen mitzunehmen

-> Menschen kennen zu lernen



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Ulrike Spaak

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